Aus dem Ressort “Gottesdienst und Musik”

Der Ressortverantwortliche “Gottesdienst und Musik” der Kirchenpflege in Lindau, Heinrich Heider, schreibt:

Ich bin Jahrgang 1952, verheiratet, und wir haben vier erwachsene Kinder.

Durch meine Eltern und Grosseltern wurde ich zum Glauben an Jesus Christus geführt. Den kirchlichen Unterricht habe ich in Lindau besucht. Seit der Heirat besuche ich regelmässig den Gottesdienst. Ich war 32 Jahre lang in einer Freikirche, seit etwa 2010 wieder in der reformierten Kirchgemeinde Lindau.

Ich bin in der Kirchenpflege, weil es mir nicht egal ist, was in der Kirche geschieht. Zudem gebe ich so der Gemeinschaft etwas zurück, was ich auch von ihr bekomme. Da ich erst seit Mitte 2014 in der Kirchenpflege mitarbeite, kann ich noch nicht allzu viel darüber erzählen. Immerhin aber war ich bereits beteiligt an der Ablösung und der Neueinstellung von Kantor und Organistin.

Heinrich Heider, Ressortverantwortlicher “Gottesdienst und Musik” der Kirchenpflege Lindau (heider[at]kirche-lindau.ch)

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Diakonie in der Gemeinde

Die Ressortverantwortliche “Diakonie” der Kirchenpflege in Lindau, Marianne Sewer, schreibt:

Seit Herbst 2014 darf ich als gewählte Kirchenpflegerin tätig sein. Das Ressort “Diakonie” wurde mir zugeteilt. Vor dieser Zeit hatte ich nie damit gerechnet, geschweige denn davon geträumt, in einem öffentlichen Amt tätig zu sein. Ich besuche gerne regelmässig Gottesdienste, vor allem in unterschiedlichen Formen und in verschiedenen Kirchen. Dies geschah allerdings erst in späteren Jahren und regelmässiger zusammen mit der Erziehung der eigenen Kinder. Diese besuchten die Sonntagsschule, nahmen am Religionsunterricht teil und schlossen ihre “kirchliche Kindheit” mit der Konfirmation ab. Kurze Zeit war ich auch Teil der “Kinderhüeti” in der Kirche Effretikon. So erlebte ich immer wieder die Atmosphäre in Kirchen.

Durch den Tod meiner Mutter bekam ich aber noch einen anderen Zugang zur Kirche und zu Gott. Der Pfarrer, der uns damals in der Trauerphase begleitete und noch einige Zeit darüber hinaus, gab mir unendlich viel mit auf den Weg. Auch nachdem mein Vater starb, durfte ich wieder auf seine Unterstützung in dieser schwierigen Phase zählen. Als er erfuhr, dass ich für die Kirchenpflege angefragt wurde, bestärkte er mich und empfahl mir, diese Aufgabe anzunehmen. Man werde viele schöne Erlebnisse und Augenblicke erleben.

Die Pflege meines Vaters und die damit verbundenen Altersheim-Besuche brachten mich dann das erste Mal etwas intensiver in den Kontakt und Umgang mit älteren Menschen. Nun habe ich durch mein Ressort ebenfalls häufig Gespräche mit unseren Ältesten. Diese schätze ich sehr, denn man sieht dieses Leuchten in ihren Augen, wenn sie jemanden haben, der zuhört, oder wenn sie von früher erzählen können. Sie sind sehr dankbare Mitmenschen. In dieser kurzen Zeit durfte ich schon einige Erlebnisse haben, aber auch Erfahrungen sammeln und viele neue Gesichter kennenlernen, zum Beispiel an Anlässen der Pro Senectute, bei lebensphase 3, Verein Fähre, “Adventsstubete” und Ziischtigsträff (“Lismerfraue”). Dies sind nur einige der Institutionen, die ich betreuen darf. Ich bin mir sicher, dass ich noch viel mehr erleben werde und hoffe, auch anderen etwas weitergeben zu können.

Für die Zukunft wünsche ich mir noch viele gute Gespräche und neue Herausforderungen zusammen mit der Kirchenpflege.

Marianne Sewer, Ressortverantwortliche “Diakonie” der Kirchenpflege Lindau (sewer[at]kirche-lindau.ch)

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Eine Woche mit der Kirchenpflege-Präsidentin

Die Präsidentin der Kirchenpflege in Lindau, Gudrun Mandic, schreibt:

Ich habe die Ehre, diesen Blog zu eröffnen. Ein bisschen Muffensausen hab ich schon, denn es ist mein erstes Mal… Die Idee unseres Lernvikars finde ich toll. Ich erzähle deshalb gerne, was ich so mache.

Die Kirchenpflege bearbeitet ja nicht etwa Kirchenbänke mit Möbelpolitur, wie der Name suggerieren könnte, sondern sie versucht, das Kirchenleben möglichst gut in Gang zu halten, so, wie der Gemeinderat das für die politische Gemeinde tut. Und wie der Gemeinderat sind auch wir ein Team von sieben Mitgliedern, mit verschiedenen Ressorts. Diese haben Namen wie “Präsidium” (meines), “Gottesdienst und Musik”, “Bildung”, “Diakonie” und andere. Vielleicht werden Ihnen die Ressortinhaber noch mehr dazu berichten. In anderen Kantonen nennt sich die Kirchenpflege denn auch Kirchgemeinderat. Es gibt also keinen Unterschied zwischen “-rat” und “-pflege”.

Am Montagabend war ich im “h50″ an einem Kurs zum Thema “Dialog”. Das “h50″ ist der Ort, wo wir Kirchpfleger uns weiterbilden oder anrufen, wenn wir “Erste Hilfe” benötigen. Ein schönes grosses Haus am Hirschengraben 50 in Zürich – deshalb der Name.

Am Dienstag habe ich mich mit einigen Mitarbeitern im kleinen Sitzungsraum im Erdgeschoss des Pfarrhauses getroffen; dort ist unser Sekretariat, und dort gibt es zwei verschieden grosse Gruppenräume für Unterricht, Sitzungen und Gespräche. Im Mitarbeiterkonvent, der in der Woche zuvor getagt hatte, hatte es einige Beschwerden und Anregungen gegeben, die wir besprechen wollten.

Später habe ich mich noch auf den Abend vorbereitet. Wir, d.h. meine Kolleginnen und Kollegen aus der Kirchenpflege und ich, waren mit einem Bewerber auf unsere offene 40-Prozent-Jugendpfarrstelle für ein Bewerbungsgespräch im selben Raum verabredet.

Am Mittwochvormittag war ich im Sekretariat. Ich gehe regelmässig mindestens einmal in der Woche vorbei, um mein Postfächli zu leeren und Briefe oder Formulare zu unterschreiben. Übrigens schätze ich auch den Kontakt mit unserer stets freundlichen und kompetenten Sekretärin. Wenn ich den richtigen Tag wähle oder Glück habe, treffe ich auch Pfarrer und Diakon oder weitere Mitarbeiter. Ein paar Worte liegen dabei fast immer drin. Ich mag persönliche Kontakte!

Später wurde ich noch von der Gemeindeverwaltung darüber informiert, wie der zeitliche Ablauf gemäss gesetzlichen Fristen für die Wiederbesetzung des auf den 30. Juni frei werdenden Sitzes in der Kirchenpflege aussieht. Wenn es um Wahlen geht, sind in Lindau nicht wir die leitende Behörde, sondern der Gemeinderat.

Am Mittwochnachmittag habe ich den Jahresbericht noch einmal durchgelesen. Es habe noch Fehler. Ich habe aber keine gefunden. So schickte ich ihn an die Layouterin unseres monatlichen Kirchenblattes “reformiert.lokal” mit dem Hintergedanken: “Soll doch das Redaktionsteam die Fehler finden!”

Am Donnerstag hatte ich zwei Anrufe an die beiden Bewerber für unsere Jugendpfarrstelle zu machen: eine Zu- und eine Absage. Zum Amt gehören auch unangenehme Aufgaben… Nun habe ich zu überlegen, wie das mit der Neubesetzung weitergeht. Die Anstellung von Pfarrpersonen ist im Kanton Zürich nämlich etwas kompliziert: Die Kirchgemeinden wählen zwar jemanden aus – angestellt und entlöhnt wird diese Person dann aber vom Kirchenrat in Zürich. Ich werde diesen also informieren. Ganz so weit sind wir aber noch nicht. Zuerst werden noch weitere Gespräche mit der ausgewählten Pfarrperson nötig sein, um einige Details zu klären. Das kann warten bis nach Ostern.

Am Karfreitag dann besuchte ich den Gottesdienst in unserer Kirche. Einfach so, ohne Aufgabe, zur Inspiration.

Gudrun Mandic, Präsidentin der Kirchenpflege Lindau (mandic[at]kirche-lindau.ch)

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