“Begegnung wagen”

Hanspeter Schmid, ein regelmässiger Teilnehmer des Angebots “Begegnung wagen” der Kirchgemeinde Lindau, schreibt:

Fasnacht?

Nein, sondern ein Ausflug in die Mathematik: ein Möbiusband, also ein Band mit nur einer Oberfläche! Fotografiert in einer Pause von Mathematikstudenten? Nein: anlässlich eines der Treffen im “Rössli”, die regelmässig mittwochmorgens in Lindau stattfinden.

“Begegnung wagen!” wurde von Herbert Müller, unserem inzwischen pensionierten Diakon,
vor zwei, drei Jahren ins Leben gerufen. Ich fand die Idee eines kirchlichen Treffs in einem Restaurant von Anfang an gut. Gott ist bei weitem nicht auf den Sonntagsgottesdienst beschränkt. Auch bei einem Kaffee oder Mineralwasser in einem gediegenen Restaurant möchte Gott uns nahe sein.

Da kommt dann Alltägliches, Interessantes, Nebensächliches, Fröhliches, Schweres zur Sprache. Und manchmal bringt jemand sogar einen Gegenstand mit und zeigt den anderen, womit er sich speziell beschäftigt. So z.B. auch das Fadenaufspul-Tischgerät aus dem letzten oder sogar vorletzten Jahrhundert.

Man kann aber auch ohne etwas kommen und einfach zuhören.

Jedes Mal bin ich von neuem gespannt, wie sich das Zusammensein entwickelt.

Hanspeter Schmid, Teilnehmer des Angebots “Begegnung wagen” der Kirchgemeinde Lindau

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Diakonie – Ausdruck von Kirche

Der Sozialdiakon der Kirchgemeinde Lindau, Severin Frenzel, schreibt:

Oft hört man den bekannten Ausspruch “Diakonie ist Ausdruck von Kirche”. Am ehesten trifft es noch mein Verständnis von Diakonie, wenn man sie als Gemeinschaft auf der Basis christlicher Werte beschreibt.

Mit der Mission hat Diakonie insofern zu tun, als dass eine ihrer Wurzeln die sogenannte “Innere Mission” ist, die im 18. und 19. Jahrhundert die negativen Folgen der industriellen Revolution bekämpfte: Armut in der Bevölkerung, Kindersterblichkeit, Hunger, Unterversorgung und Rechtlosigkeit. Die Innere Mission missioniert nicht Ungläubige zum Christentum – das wäre “Äussere Mission” –, sondern sie ist soziale Arbeit auf der Grundlage der christlichen Nächstenliebe.

Von diesem Ausgangspunkt her kann man auch unsere diakonischen Angebote in Lindau verstehen. Die Lebensverhältnisse, in denen wir leben, sind heute andere, wichtig sind jedoch noch immer Gemeinschaft, Beisammensein und ein tragfähiges Miteinander auf Grundlage der christlichen Wertegemeinschaft.

So findet bei uns regelmässig einmal monatlich ein Filmabend mit einem einfachen Nachtessen statt. Hier schauen wir wertvolle Filme, die zum Nachdenken einladen und das Gespräch anregen. Zweimal monatlich treffen sich Jugendliche beim “Together” zum Jugendtreff. Wöchentlich mittwochs im Restaurant “Rössli” in Lindau und einmal monatlich im Café “Raindli” in Winterberg treffen sich Erwachsene zum “Begegnung wagen”, zu Kaffee und Gespräch.

Zur Diakonie gehört die Vernetzung, denn sie nimmt den Mensch in seinen Lebensbezügen in den Mittelpunkt. So gibt es gemeinsame Anlässe mit der politischen Gemeinde, bestehen Kontakte und Austausch mit Schulen und Vereinen.

Wichtig ist dabei, dass der Mensch im Zentrum steht, mit seinen Fähigkeiten und Eigenheiten, seinen Interessen und seinen Wünschen und Bedürfnissen. Inhalte von Gesprächen und Anlässen orientieren sich in diesem Sinne am Menschen und reagieren auf das, was gerade wichtig ist und den Einzelnen oder eine Gruppe beschäftigen.

So ist Diakonie ein spannendes Arbeitsfeld und ein kirchliches Abenteuer, auf das ich mich gerne jeden Tag neu einlasse.

Severin Frenzel, Sozialdiakon der Kirchgemeinde Lindau (frenzel[at]kirche-lindau.ch)

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