Sieh einmal die Kanzel an, wie die Kanzel…

Der Lernvikar in der Kirchgemeinde Lindau, Reto Studer, schreibt:

Angehenden Lernvikarinnen und Lernvikaren wird ja wärmstens empfohlen, sich ihre künftige Ausbildungsgemeinde vorab genau anzusehen. Zurecht: Denn auch wenn es dann ein Jahr lang nicht gleich knistern muss – knallen sollte es halt auch nicht.

Davor hatte ich aber nie Angst, denn ich hatte mit meinem jetzigen Vikariatsleiter, Pfarrer Volker Schnitzler, bereits zweimal kurz an kirchlichen Anlässen gesprochen, bevor ich ihn wegen eines Ausbildungsplatzes anfragte. Und da eine Studienkollegin, ein Studienkollege und ein Freund (und notabene: auch Trauzeuge), die hier zuvor ihre Praktika absolviert hatten, meinten, “Lindau und der Volker” und ich würden gut zusammenpassen, fand ich: Mehr muss ich nicht wissen. So habe ich mir z.B. die Kirche überhaupt nie angesehen, bevor ich im August ins Vikariat einstieg. Wieso auch?

Kaum hatte ich hier begonnen, wurde ich dann allerdings auf die Lindauer Kanzel aufmerksam gemacht. Genauer: auf das Schnitzwerk im unteren Bereich – auf dem Foto ist ein Exemplar davon rot eingekreist.

So – und jetzt ein kleiner Ausflugstipp von mir: Gehen Sie einmal in unsere schöne Kirche (sie ist selbstverständlich auch wochentags geöffnet), wagen Sie sich zur Kanzel vor – und schauen Sie sich “das” genauer an. Glauben Sie mir: Sie werden Skan-da-lö-ses entdecken. Was wurde da nämlich hineingeschnitzt?

(Ach ja: Ich habe es natürlich trotzdem nie bereut, hier wegen eines Vikariatsplatzes angefragt zu haben.)

Reto Studer, Lernvikar in der Kirchgemeinde Lindau (studer[at]kirche-lindau.ch)

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