“Minichile” – die Kirche und ihre Traditionen kennenlernen

Susanne Schnitzer, Katechetin in der Kirchgemeinde Lindau, schreibt:

Gestern hatte ich am frühen Nachmittag mit 9 reformierten Kindern aus allen 4 Gemeindeteilen “Minichile”. “Minichile” heisst der kirchliche Unterricht in der zweiten Klasse. Wir treffen uns alle 14 Tage für 90 Minuten im Pfarrhaus in Lindau, in denen wir spielen, singen, Geschichten hören, malen, ausschneiden, einkleben, erzählen und manchmal einen Film schauen.

Zu Beginn hat uns Natasa Zizakov, die Kantorin der Kirchgemeinde, besucht. Sie hat mit den Kindern das Lied “Gottes Liebi isch so wunderbar” eingeübt. Es hat Spass gemacht, alle waren voll mit dabei.

Anschliessend habe ich den Anfang der spannenden Mosegeschichte aus dem Alten Testament erzählt. Dazu passend schauten wir dann einen Ausschnitt aus dem Film “Der Prinz von Ägypten”. Die Zeit verging im Nu – für ein Spiel im Stuhlkreis, das ein Mädchen vorgeschlagen hatte, reichte es aber noch. Zum Glück war der Unterricht gerade dann vorbei, als die Reihe an mich kam. So fiel nicht besonders auf, dass ich hätte aus dem Stuhlkreis sitzen müssen, weil ich es falsch gemacht hatte! ☺

Morgen Donnerstag habe ich eine weitere Gruppe Zweitklässler im Unterricht. Mit dieser kleineren Gruppe treffe ich mich im “Adidashaus” in Tagelswangen. Der gleiche Unterricht ist doch nicht gleich, da die Kinder andere Fragen stellen und andere Antworten geben. Das finde ich immer wieder spannend.

Obwohl ich an beiden Unterrichtsorten jeweils eine gute Infrastruktur zur Verfügung habe (Beamer, Leinwand, Tageslichtprojektor), bringe ich noch viel zusätzliches Material mit. Sachen zum Anfassen oder Riechen, zum Ausprobieren, Bilder, verschiedene Rätsel, meine Kinderbibel, aus der ich die Geschichten erzähle… meistens sind es zwei Taschen voll.

Susanne Schnitzler, Katechetin in der Kirchgemeinde Lindau (s.schnitzler[at]kirche-lindau.ch)

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4.-Klass-Unti – die Bibel entdecken

Susanne Schnitzer, Katechetin in der Kirchgemeinde Lindau, schreibt:

Seit Sommer 2009 bin ich in der Kirche Lindau als Katechetin tätig. Mich trifft man einmal im Monat am späteren Nachmittag mit mindestens zwei Taschen Material auf dem Weg ins “Adidashaus” in Tagelswangen an. Gewöhnlich bin ich 45 Minuten vor Unterrichtsbeginn bereits am Einrichten der Räume. In einem Raum essen wir in der Pause am grossen Familientisch Sandwiches, manchmal auch Hot-Dogs, im anderen Raum wird unterrichtet. Ich geniesse die Ruhe, bevor die Kinder kommen, und stelle mich innerlich auf die nächsten 2,5 Stunden ein.

So nach und nach trudeln die ersten 4.-Klässler ein. Nach dem “Grüezi”-Sagen lautet die erste Frage, was es heute zum Z’Nacht gibt, dann: was wir heute machen. Bis alle angekommen sind, reicht es schnell noch für eine Runde Fangis durchs Adidashaus. Nach einer Stunde thematischen Arbeitens freuen sich die Kinder auf eine Stärkung und eine weitere Runde Fangis in der Pause. Teller, Besteck und Gläser können wir in die Abwaschmaschine räumen, die für uns bis zum Ende des Abends bereits abgewaschen hat. Das ist super!

Nach einem zweiten, etwas kürzeren thematischen Teil, beenden wir traditionell den Abend mit einem Spiel, bei dem sich die Kinder noch ein Dessert “verdienen” können. Dann heisst es: “Was? Ist schon fertig?!” Schnell noch “Ade”-Sagen, und schon sausen die Kinder draussen vor dem Fenster vorbei.

Nun ist es wieder ruhig und ich lasse den Abend noch einmal vor meinem inneren Auge vorbeiziehen. Was war gut bzw. wo könnte ich lebendiger, interessanter die vorgegebenen Themen anpacken? Und so gehe ich beschwingt und guten Mutes nach Hause, dass ich Gott und die Geschichten der Bibel den Kindern ein Stück näher gebracht habe.

Susanne Schnitzler, Katechetin in der Kirchgemeinde Lindau (s.schnitzler[at]kirche-lindau.ch)

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