Diakonie in der Gemeinde

Die Ressortverantwortliche „Diakonie“ der Kirchenpflege in Lindau, Marianne Sewer, schreibt:

Seit Herbst 2014 darf ich als gewählte Kirchenpflegerin tätig sein. Das Ressort „Diakonie“ wurde mir zugeteilt. Vor dieser Zeit hatte ich nie damit gerechnet, geschweige denn davon geträumt, in einem öffentlichen Amt tätig zu sein. Ich besuche gerne regelmässig Gottesdienste, vor allem in unterschiedlichen Formen und in verschiedenen Kirchen. Dies geschah allerdings erst in späteren Jahren und regelmässiger zusammen mit der Erziehung der eigenen Kinder. Diese besuchten die Sonntagsschule, nahmen am Religionsunterricht teil und schlossen ihre „kirchliche Kindheit“ mit der Konfirmation ab. Kurze Zeit war ich auch Teil der „Kinderhüeti“ in der Kirche Effretikon. So erlebte ich immer wieder die Atmosphäre in Kirchen.

Durch den Tod meiner Mutter bekam ich aber noch einen anderen Zugang zur Kirche und zu Gott. Der Pfarrer, der uns damals in der Trauerphase begleitete und noch einige Zeit darüber hinaus, gab mir unendlich viel mit auf den Weg. Auch nachdem mein Vater starb, durfte ich wieder auf seine Unterstützung in dieser schwierigen Phase zählen. Als er erfuhr, dass ich für die Kirchenpflege angefragt wurde, bestärkte er mich und empfahl mir, diese Aufgabe anzunehmen. Man werde viele schöne Erlebnisse und Augenblicke erleben.

Die Pflege meines Vaters und die damit verbundenen Altersheim-Besuche brachten mich dann das erste Mal etwas intensiver in den Kontakt und Umgang mit älteren Menschen. Nun habe ich durch mein Ressort ebenfalls häufig Gespräche mit unseren Ältesten. Diese schätze ich sehr, denn man sieht dieses Leuchten in ihren Augen, wenn sie jemanden haben, der zuhört, oder wenn sie von früher erzählen können. Sie sind sehr dankbare Mitmenschen. In dieser kurzen Zeit durfte ich schon einige Erlebnisse haben, aber auch Erfahrungen sammeln und viele neue Gesichter kennenlernen, zum Beispiel an Anlässen der Pro Senectute, bei lebensphase 3, Verein Fähre, „Adventsstubete“ und Ziischtigsträff („Lismerfraue“). Dies sind nur einige der Institutionen, die ich betreuen darf. Ich bin mir sicher, dass ich noch viel mehr erleben werde und hoffe, auch anderen etwas weitergeben zu können.

Für die Zukunft wünsche ich mir noch viele gute Gespräche und neue Herausforderungen zusammen mit der Kirchenpflege.

Marianne Sewer, Ressortverantwortliche „Diakonie“ der Kirchenpflege Lindau (sewer[at]kirche-lindau.ch)

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