Die Sigristinnen legen nach

Die beiden Sigristinnen der Kirchgemeinde Lindau, Sonja Fernandes und Simone Schmidli, schreiben:

“Alle Jahre wieder”… steht der Frühlingsputz ins Haus! Ja, wir machen das und nehmen das auch ernst. Wir bekommen dann immer Hilfs- und Putzmittel von einer Reinigungsfirma aus Lindau. Da sind richtig gute Putzmittel dabei, die du eben nicht im Laden kaufen kannst. Aber das krasseste Teil ist eine Teleskopstange mit Abstaubbürste dran: x-meterlang ausziehbar! Auch mit festem Boden unter den Füssen hast du mit dem Ding zu kämpfen, dass du die Balance nicht verlierst. Schmerzen im Genick vom ständigen “nach oben Schauen” sind inklusive. Am zweiten Putz- oder Trainingstag mit der Stange nehmen wir dann noch eine Leiter dazu. Ja, der Zirkus lässt wieder grüssen!

Übrigens putzen wir in diesem Jahr gleich im Anschluss an die Frühlingsferien vom 5. bis 7. Mai! Wer freie Kapazitäten hat, ist zum Helfen herzlich willkommen!

Natürlich haben wir draussen um die Kirche auch zu tun, aber das hält sich in Grenzen, weil die Bäume zu gross, die Rabatten am Absterben und die Hecke verdorrt ist. Man müsste mal… Unkraut gibt es ringsum – wie überall – genug. So kann es sein, dass wir dann doch mal dagegen spritzen. Mit einem scheuen Blick zum Gemeindehaus, aber ohne schlechtes Gewissen wird dann schon mal eine Ladung verteilt. Insekten, Spinnen und anderes Getier suchen das Weite. Beruhigend für uns alle: auf der Flasche steht 100% Abbaubarkeit. Wie ist das genau gemeint? Wahrscheinlich biologisch und nachhaltig, und damit sind wir endgültig auf der richtigen Seite!

Schlimmer noch als das Unkraut ist der Kiesweg um die Kirche. Dieser mutiert von Zeit zu Zeit zum Katzenklo – mal mehr, mal weniger. Du erkennst die unheilvollen Häufchen, sorgfältig mit Kies bedeckt, schon von weitem. Wir ersparen uns ein Bild!

Es gäbe noch so manches zu berichten: Da seien die Hauptproben zu den Konfirmationen oder verirrte Vögel im Gotteshaus, aber wir lassen hier gern noch etwas Platz für andere Schreiberlinge.

Herzlichst grüssen

Sonja Fernandes und Simone Schmidli, Sigristinnen der Kirchgemeinde Lindau

Wollen Sie es noch genauer wissen? Eine Rückmeldung geben? Oder haben Sie eine ganz andere Frage? Lassen Sie es uns wissen – wir freuen uns! Klicken Sie auf die Sprechblase im oberen Bereich dieses Beitrags und schreiben Sie dann einen Kommentar, oder schicken Sie uns ein E-Mail (studer[at]kirche-lindau.ch).

Nicht ganz Alltägliches von den Sigristinnen

Die beiden Sigristinnen der Kirchgemeinde Lindau, Sonja Fernandes und Simone Schmidli, schreiben:

Hauswart der Kirche – oder doch etwas mehr? Vom Taufgottesdienst, Hochzeit, Sonntagsgottesdienst bis zur Abdankung – oder doch etwas mehr? Hier geht es von Mensch zu Mensch in unterschiedlichen Lebenslagen und zu Anlässen jeglicher Art. Freud und Leid liegen dicht beieinander, aber das wissen Sie doch alles, das spielt sich für alle auf der Bildfläche ab.

Ein paar Episoden gefällig, die Sie nicht kennen…?

Leise rieselt nicht der Schnee. Nein: Leise rieseln die Fliegen die Kirchturmtreppe hinunter. Nicht zwei, nicht drei… nein: wahrscheinlich Tausende. Und wenn wir dann die Deckenklappe zur nächsten Etage öffnen, sollte der Staubsauger unbedingt einsatzbereit sein. Der Boden ist schwarz – lieber Gott, wo kommen die denn alle her?

Der Christbaum ist bestellt. Vier Meter hoch soll er sein. Schon das ist nicht mehr SUVA-konform. Dann kommst du in die Kirche und siehst auf den ersten Blick: So eine grosse Leiter haben wir nicht… Und wenn wir noch eine hätten: Wen schicken wir da hinauf? Elektrische Beleuchtung, was für eine segensreiche Erfindung! Wehe, du bist an Heiligabend zu spät dran mit Kerzen-Anzünden… der Baum zu hoch, und alle schauen zu. Es ist wie im Zirkus Knie, und du bist der Clown – ungewollt natürlich. Dein Kopf glüht, und man könnte dich als rotes Licht auf einen hohen (Kirch-)Turm stellen!

Nicht zu vergessen: falsches Programmieren der Kirchenglocken. Unsere “Hausfrauen-Sigristinnen” wieder! Das erfahren wir immer mit etwas Zeitverzug, da wir – vielleicht zum Glück – im Nachbardorf wohnen. So rutscht uns nicht gleich beim ersten falschen Glockenschlag das Herz in die Hose oder sonst irgendwohin. Ärgerlich ist es allemal, böse Absicht war es nie.

Mit einem Augenzwingern herzlichst

Sonja Fernandes und Simone Schmidli, Sigristinnen der Kirchgemeinde Lindau

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