“Chilegmeind Lindau, Freese, grüezi!”

Die Sekretärin der Kirchgemeinde Lindau, Katja Freese, schreibt:

Als Sekretärin der Kirchgemeinde Lindau bin ich nun seit 6 Jahren die Stimme am Telefon. Mit Freude gebe ich Ihnen zu allen möglichen kirchlichen Anliegen wie Taufen, Hochzeiten, kirchlichem Unterricht und vielem mehr Auskunft oder vermittle Ihnen die zuständige Person. Sehr gerne begrüsse ich auch Sie einmal am Telefon oder persönlich bei mir im Büro im Pfarrhaus.

Wie bin ich zu dieser Aufgabe gekommen? Vor ziemlich genau sechs Jahren habe ich im regio.ch die Stelle ausgeschrieben gesehen, damals noch für jeweils drei Stunden am Donnerstag- und Freitagmorgen. Eigentlich war ich gar nicht auf der Suche nach einer Arbeit, ich war mit meiner Familie, dem Haushalt und Garten sowie meinen freiwilligen Engagements im Eislaufclub Illnau-Effretikon, beim “Fiire mit de Chliine” in Effretikon oder im Reformierten Wählerverein Illnau-Effretikon gut ausgelastet, und Langeweile kannte ich nicht. Trotzdem hat mich das Inserat angesprochen, und ich dachte mir: Diese Chance kommt nur einmal, pack sie!

Ja, und einen Monat später sass ich schon im Sekretariat und wurde in meine Aufgaben eingeführt, die sehr vielfältig sind:
– Führen der Mitgliederdatei aufgrund der Mutationen, die ich von der Gemeinde erhalte.
– Führen der Klassenlisten ab der 1. Klasse bis zur Konfirmation und Versenden diverser Einladungen zum kirchlichen Unterricht.
– Laufende Aktualisierung des Gottesdienstplanes und Suchen der Stellvertretungen für Pfarrer Volker Schnitzler und die Organistinnen.
– Gestaltung des Schaukastens
– Aktualisierung der Homepage www.kirche-lindau.ch
– Gottesdienst-Inserate für diverse Printmedien und die Beiträge für den Lindauer zusammenstellen.
– Beantworten von Fragen via Mail und Telefon, manchmal auch persönlich im Sekretariat (leider viel zu wenig, und etwas zum Naschen steht immer bereit…).
– Unterstützung der Kirchenpflege
– Alle administrativen Arbeiten im Zusammenhang mit Taufen, Hochzeiten, Todesfällen und Konfirmationen.
– Raumreservationen
… und vieles andere mehr.

Momentan beschäftige ich mich mit den Rechtsgrundlagen für das Kirchensekretariat. Das tönt sehr trocken, und zum Lesen all dieser Paragraphen brauche ich dann auch etwas mehr Ruhe als üblich, aber ich finde die Lektüre sehr spannend, und Aha-Erlebnisse werden wohl nicht ausbleiben.

Wenn ich mich nicht gerade mit irgendwelchen Paragraphen beschäftige, habe ich es lieber, wenn es in meinem Büro richtig rund läuft. Richtig toll finde ich es, wenn das Telefon häufig klingelt und immer wieder mal jemand an meine Türe klopft. Es macht mir überhaupt Spass, mit all den verschiedenen Menschen in Kontakt zu stehen, sie zu unterstützen und am gleichen Strick zu ziehen.

Ein besonderes Privileg war die letzte Amtsperiode, in der ich das Protokoll der Kirchenpflegesitzungen und der Kirchgemeindeversammlungen schreiben durfte. Es hat Spass gemacht, bei den Sitzungen dabei zu sein und die Diskussionen, Anregungen und Beschlüsse in hoffentlich gut verständlichem Deutsch in ein Protokoll einfliessen zu lassen.

Aber auch die laufende Amtsperiode verspricht spannend zu werden mit all den neuen Gesichtern unter den Mitarbeitern und Behördenmitgliedern und den verschiedenen Projekten, wie zum Beispiel “KirchgemeindePlus”, die anstehen.

Ich freue mich auf viele bereichernde Begegnungen und abwechslungsreiche Aufgaben.

Katja Freese, Sekretärin der Kirchgemeinde Lindau (freese[at]kirche-lindau.ch)

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Eine Woche mit der Kirchenpflege-Präsidentin

Die Präsidentin der Kirchenpflege in Lindau, Gudrun Mandic, schreibt:

Ich habe die Ehre, diesen Blog zu eröffnen. Ein bisschen Muffensausen hab ich schon, denn es ist mein erstes Mal… Die Idee unseres Lernvikars finde ich toll. Ich erzähle deshalb gerne, was ich so mache.

Die Kirchenpflege bearbeitet ja nicht etwa Kirchenbänke mit Möbelpolitur, wie der Name suggerieren könnte, sondern sie versucht, das Kirchenleben möglichst gut in Gang zu halten, so, wie der Gemeinderat das für die politische Gemeinde tut. Und wie der Gemeinderat sind auch wir ein Team von sieben Mitgliedern, mit verschiedenen Ressorts. Diese haben Namen wie “Präsidium” (meines), “Gottesdienst und Musik”, “Bildung”, “Diakonie” und andere. Vielleicht werden Ihnen die Ressortinhaber noch mehr dazu berichten. In anderen Kantonen nennt sich die Kirchenpflege denn auch Kirchgemeinderat. Es gibt also keinen Unterschied zwischen “-rat” und “-pflege”.

Am Montagabend war ich im “h50″ an einem Kurs zum Thema “Dialog”. Das “h50″ ist der Ort, wo wir Kirchpfleger uns weiterbilden oder anrufen, wenn wir “Erste Hilfe” benötigen. Ein schönes grosses Haus am Hirschengraben 50 in Zürich – deshalb der Name.

Am Dienstag habe ich mich mit einigen Mitarbeitern im kleinen Sitzungsraum im Erdgeschoss des Pfarrhauses getroffen; dort ist unser Sekretariat, und dort gibt es zwei verschieden grosse Gruppenräume für Unterricht, Sitzungen und Gespräche. Im Mitarbeiterkonvent, der in der Woche zuvor getagt hatte, hatte es einige Beschwerden und Anregungen gegeben, die wir besprechen wollten.

Später habe ich mich noch auf den Abend vorbereitet. Wir, d.h. meine Kolleginnen und Kollegen aus der Kirchenpflege und ich, waren mit einem Bewerber auf unsere offene 40-Prozent-Jugendpfarrstelle für ein Bewerbungsgespräch im selben Raum verabredet.

Am Mittwochvormittag war ich im Sekretariat. Ich gehe regelmässig mindestens einmal in der Woche vorbei, um mein Postfächli zu leeren und Briefe oder Formulare zu unterschreiben. Übrigens schätze ich auch den Kontakt mit unserer stets freundlichen und kompetenten Sekretärin. Wenn ich den richtigen Tag wähle oder Glück habe, treffe ich auch Pfarrer und Diakon oder weitere Mitarbeiter. Ein paar Worte liegen dabei fast immer drin. Ich mag persönliche Kontakte!

Später wurde ich noch von der Gemeindeverwaltung darüber informiert, wie der zeitliche Ablauf gemäss gesetzlichen Fristen für die Wiederbesetzung des auf den 30. Juni frei werdenden Sitzes in der Kirchenpflege aussieht. Wenn es um Wahlen geht, sind in Lindau nicht wir die leitende Behörde, sondern der Gemeinderat.

Am Mittwochnachmittag habe ich den Jahresbericht noch einmal durchgelesen. Es habe noch Fehler. Ich habe aber keine gefunden. So schickte ich ihn an die Layouterin unseres monatlichen Kirchenblattes “reformiert.lokal” mit dem Hintergedanken: “Soll doch das Redaktionsteam die Fehler finden!”

Am Donnerstag hatte ich zwei Anrufe an die beiden Bewerber für unsere Jugendpfarrstelle zu machen: eine Zu- und eine Absage. Zum Amt gehören auch unangenehme Aufgaben… Nun habe ich zu überlegen, wie das mit der Neubesetzung weitergeht. Die Anstellung von Pfarrpersonen ist im Kanton Zürich nämlich etwas kompliziert: Die Kirchgemeinden wählen zwar jemanden aus – angestellt und entlöhnt wird diese Person dann aber vom Kirchenrat in Zürich. Ich werde diesen also informieren. Ganz so weit sind wir aber noch nicht. Zuerst werden noch weitere Gespräche mit der ausgewählten Pfarrperson nötig sein, um einige Details zu klären. Das kann warten bis nach Ostern.

Am Karfreitag dann besuchte ich den Gottesdienst in unserer Kirche. Einfach so, ohne Aufgabe, zur Inspiration.

Gudrun Mandic, Präsidentin der Kirchenpflege Lindau (mandic[at]kirche-lindau.ch)

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